18 Personen hatten sich angemeldet – und alle erhielten am vergangenen Samstag, den 18. April 2026, ihr Zertifikat. Das hybride Format wurde durchweg positiv bewertet. Der Lehrgang fand diesmal auf dem Gelände des TuS Plettenberg im Sportcentrum Böddinghausen statt.
Am letzten Präsenztag standen die G-Jugend-Kicker des Gastgebers sowie des Vereins TuRa Eggenscheid bereit. Zuvor hatten die Kinder bei bestem Wetter eine Partie gegeneinander ausgetragen. Anschließend kamen sie gemeinsam auf das Sportgelände, um das Konzept „Trainingsphilosophie Deutschland“ im Praxismodul „Trainingsorganisation im Jugendfußball“ praktisch zu erproben. Angeleitet wurde dies von Stützpunkttrainer Norbert Iwannek und A-Lizenz-Inhaber Bernd Mai.Stimmigkeit von Online-Phasen und Präsenztagen wurde gelobt
Das Zusammenspiel aus drei Online-Phasen und zwei Präsenztagen machte den Einstieg ins Traineramt besonders attraktiv. Die Motivation der Teilnehmenden war entsprechend hoch – viele von ihnen möchten ihren Weg auf der Trainertreppe weitergehen.Zunehmend übernehmen Eltern Fußball-Kindergruppen
Um die große Zahl an Kindern in den Vereinen betreuen zu können, sind es häufig engagierte Eltern, die sprichwörtlich „ins kalte Wasser“ geworfen werden. Doch auch erfahrene Trainer profitierten von dem Perspektivwechsel. Die jüngsten Traineranwärter stellte der SC Lüdenscheid: Niko Ntaoulas und Lukas Schütz, selbst noch in der C-Jugend aktiv, betreuen gemeinsam mit Hassan El Mourabit eines der jüngsten Teams am Wehberg. Ziel des Lehrgangs war es unter anderem, das Fußballspiel aus der Sicht von Bambinis sowie F- bis D-Jugendlichen zu betrachten. Zwei Praxisphasen sorgten dafür, dass das zuvor erlernte Wissen direkt angewendet werden konnte.Austausch wird hervorgehoben
„Gerade die gemeinsamen Gespräche und der Austausch an den Präsenztagen waren für die Anwärterinnen und Anwärter besonders wertvoll“, berichteten Bernd Mai und Norbert Iwannek über die Eindrücke der Teilnehmenden. „Freude, Wiederholung und Intensität“ bilden die zentralen Säulen der „Trainingsphilosophie Deutschland“, die U-20-Nationaltrainer Hannes Wolf in den vergangenen Monaten verstärkt in die Vereine getragen hat.Stärke durch gemeinsame Werte mittels „Trainingsphilosophie Deutschland“
Auch Trainerinnen und Trainer mit langjähriger Erfahrung nahmen viele neue Impulse mit. Anfängliche Skepsis gegenüber der neuen Spiel- und Trainingsphilosophie im Kinderbereich wich schnell der Überzeugung von deren Wirksamkeit. Besonders positiv wurde aufgenommen, dass konkrete Lösungsansätze für den Umgang mit zunehmenden Herausforderungen, ungerechten Forderungen oder Alleingängen auf dem Fußballplatz vermittelt wurden. Die Bedeutung eines klaren Werteverständnisses sowie eines selbstbewussten Auftretens wurde als zentraler Bestandteil des Lehrgangs hervorgehoben. Verantwortung zu übernehmen und auch in schwierigen Situationen konsequent für die eigenen Werte einzustehen, wurde als wichtige Erkenntnis mitgenommen.DFB-Konzept überzeugt
Viele der Absolventinnen und Absolventen zeigten sich von der neuen Ausrichtung der DFB-Lehrgänge im Kinderfußball überzeugt. Entsprechend groß ist das Interesse an weiterführenden Qualifikationen auf der DFB-Trainerlaufbahn. Bereits jetzt halten viele Ausschau nach weiteren Lehrgängen, etwa dem Trainer-C-Lizenz-Lehrgang, der für den Herbst 2026 im Kreis Lüdenscheid geplant ist.Nächste Lehrgänge im Kreis
Die Referenten Norbert Iwannek und Bernd Mai haben bereits den nächsten KITZ-Lehrgang für September/Oktober 2026 ins Auge gefasst. Die offizielle Veröffentlichung erfolgt nach dem kommenden Verbandstreffen auf der Homepage des Leichtathletik- und Fußball-Verbands Westfalen. Die Beteiligten dankten für die gute Organisation und die Versorgung des Gastgebers TuS Plettenberg. Durch die Bereitstellung des Vereinsheims, der Plätze und des Trainingsmaterials konnten die Präsenztage mit den Kindern exzellent durchgeführt werden konnten.Teilnehmer*innen: Martin Ochsenfeld, Abdelilah Bouyfiran, Kadi Irfan, Derya
Hinz, Sascha Vikic, Kadir Ücan, Benjamin Djürken, Justin Pfaff, Manuel Figge,
Daniel Dahlheimer, Emma Sophie Scholz, Dogan Cabuk, Michele Andre
Niemann, Kai Buch, Metehan Demir, Rafail Anthrakefs, Yvonne Trojak, Mikail
Öztürk, Serkan Kurtulus
Bilder (B. Mai)
Text: (N. Iwannek)